30-jähriger Krieg 1618-48

30-jähriger Krieg 1618-48

30-jähriger Krieg 1618-48
Der Dreissigjährige Krieg 1618 - 1648 - Kämpfe gegen das Habsburgerreich. Der Dreißigjährige Krieg wurde von Parteien geführt, die auf ihren Fahnen die Mottos der beiden großen europäischen Glaubensströmungen trugen: Katholische Fürsten und Kirchenvertreter schlugen auf Protestanten ein und umgekehrt. Dabei ging es nur vordergründig um Glaubensdinge. Schon seit der zweiten Hälfte des 16. Jh. waren die gewohnten Dinge aus den Fugen geraten. Altehrwürdige Handels- und Finanzzentren verloren ihre Macht, die alte Gesellschaft war in Auflösung begriffen. Traditionelle Werte wie die althergebrachten Rechte und Pflichten der gesellschaftlichen Stände gerieten ins Wanken. Neue Produktionsweisen führten zu Massenarbeitslosigkeit - die Einflussbereiche der Weltmächte begannen sich zu verschieben. Die europäischen Herrscher und Fürsten versuchten, ihre Machtstellung durch ausgeprägte Diplomatie mit nach Bedarf immer wieder wechselnden Koalitionen zu vergrößern. Während der Katholizismus eine zunehmende Entrechtung und Unterdrückung der Bevölkerungsgruppen anstrebte, legten die Anhänger des protestantischen Glaubens ausgesprochenen Wert auf Eigenverantwortlichkeit und Selbstverwaltung. Auf militärischem Gebiet verschwindet vielerorts die Dienstpflicht der regionalen Wehrfähigen zugunsten bezahlter Söldner, aus deren Gruppe sich zunehmend die Soldaten für bewaffnete Auseinandersetzungen rekrutieren. Doch Söldner erhöhten die Steuerlast und wurden bei ausbleibendem Sold schnell zur Landplage. Auch wechselten sie nicht selten unversehens die Seite, wenn der Dienstherr Pleite war oder es an lohnender Beute mangelte. 1618 ist ein gegen den katholischen Habsburgerkaiser gerichteter Aufstand in Böhmen der Anlaß für die beiden großen, sich bereits seit Generationen gegenübestehenden Machtblöcke, aufeinander loszugehen. Die Habsburger und die Anti-Habsburger. Europa wurde fast gänzlich vom römisch-katholischen Geschlecht der Habsburger regiert, deren eine Linie den spanischen Königsthron besetzte nebst überseeischer Kolonien sowie Burgund und einem Teil Italiens innehatte. Die österreichische Linie der Habsburger stellte den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und beherrschte neben Deutschland, Österreich, Ungarn, und Böhmen auch Wallonien. Zu den Gegnern Habsburgs gehörten neben den nördlichen Provinzen der Niederlande, die erst 1609 das Joch der spanischen Herrschaft abgeworfen hatten, gehörten Frankreich, Böhmen, England, die Union der protestantischen deutschen Fürsten unter Friedrich V. von der Pfalz, Schweden und Dänemark. Herzog Maximilian, Kurfürst von Bayern, führte an der Seite der Habsburger die deutschen katholischen Stände, Graf Tilly befehligte das Heer dieser sogenannten Katholischen Liga. 1620 Schlacht am weißen Berge. 1622 wurde das böhmische Heer in der Schlacht am weißen Berge besiegt, die Kampfhandlungen weiteten sich in süddeutsches Gebiet aus, vor allem an die Oberrhein und in die Pfalz 1621-1623 Pfälzer Krieg Endet mit der Besetzung der Ober- und Unterpfalz durch Spanisch-Bayerische Truppen. Die bewaffneten Konflikte bleiben lokal begrenzt, verändern jedoch das Kräfteverhältnis innerhalb Deutschlands. 1625-1629 Dänischer Krieg Einfall dänischer Truppen unter Christian IV. in Norddeutschland, jedoch ohne Unterstützung der Union der protestantischen Deutschen Fürsten. Die Dänen werden von den Truppen Tillys und Wallensteins geschlagen und ziehen sich nach Dänemark zurück. Bayerische und Kaiserliche Truppen besetzen den Ostseeraum, um einem erwarteten Einfall der Schweden begegnen zu können. Wallenstein, böhmischer Adliger und Kriegsunternehmer mit eigenem Söldnerheer, beherrscht mit seinen Truppen Ende der 1620er Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Jütland und später Teile Pommerns und Brandenburgs. 1630 Auflösung des Walenstein-Heeres Der wachsende Druck der Reichsstände gegen Wallenstein führt 1630 zu dessen Absetzung und Auflösung seines Heeres. 1630-1635 Schwedischer Krieg Schwedische Siege bei Breitenfeld 1631, Lützen 1632, Niederlage bei Nördlingen 1634. Die ungewollte Folge der Auflösung des Wallenstein´schen Heeres war der Eintritt Schwedens in den Krieg. Die finanzielle Unterstützung durch die protestantischen Fürsten ermöglicht einen siegreichen Zug durch Deutschland. Auch nach ihrer Niederlage 1634 spielt die schwedische Armee weiterhin eine bedeutende Rolle auf den europäischen Kriegsschauplätzen. 1635-1648 Kriegseintritt Frankreichs, Schwedisch-französischer Krieg Frankreich schließt einen Subsidienvertrag mit Schweden und verbindet sich mit den Niederlanden im Kampf gegen Spanien. Schweden, dessen Armee auch in Kämpfe um die baltische Ostseeküste gegen Polen verwickelt ist, wird durch einen von den Franzosen mit dem polnischen König verhandelten Friedensvertrag entlastet und kann weitere Truppen in Deutschland einsetzen. 1638 Kriegserklärung Frankreichs an den spanischen König Eine starke französische Armee unter dem Prinzen Condé und Turennes kämpft zunächst an der spanischen Grenze. Nach der Kriegserklärung an den spanischen König Ferdinand III.1638 kommen französische Truppen auch in Südwestdeutschland zum Einsatz. Westfälischer Friede 1648 Bereits seit etwa 10 Jahren verläuft der Krieg schleppender. Deutschland ist ausgelaugt und ausgeplündert und nicht mehr in der Lage, die Truppenmassen zu erhalten. Plündernde Soldateska zieht von einem Ort zum anderen. Die am Krieg beteiligten Länder sind wirtschaftlich nicht mehr in der Lage, die Kämpfe weiterzuführen und fürchten soziale Aufstände der ausgepressten Bevölkerung. 1648 wird das Ende des 30 Jahre währenden Krieges beschlossen. Gewinner und Verlierer Habsburger: Die Herrschaft über Europa war den Habsburgern nicht gelungen, jedoch erzielten sie aus den Verhandlungen die Grundlage für die Österreich-Ungarische Monarchie. Frankreich wird als Folge des Krieges zur einflussreichsten europäischen Macht. Deutschland bleibt ungeeint, das Land ist durch die umherziehenden Truppen verwüstet, die Bevölkerungszahl stark dezimiert, Handel und Handwerk sind lahmgelegt. Die militärische Entwicklung während des Krieges Söldnerführer, die im Auftrag der kriegführenden Parteien als Privatunternehmer Regimenter aufstellten, konnten ein Vermögen machen. Zunehmend wurden nicht nur mehr einzelne Kompanien angeworben, sondern vollständige Regimenter und komplette Heere. Ein großer Teil der Truppen sind im Ausland geworbene Söldner - so z.B. eine ganze Reihe schottischer, irischer, englischer und deutscher Regimenter in schwedischen Diensten (Zwischen 1624 und 1632 allein 20 schottische Regimenter). Die Regimenter der Habsburger-Armee setzen sich aus einem noch umfangreicherem Völkergemisch zusammen. Im Laufe des Krieges gerieten die religiösen Überzeugungen immer mehr in den Hintergrund - bald standen ehemals katholische Offiziere im Sold protestantischer Fürsten und umgekehrt. Das Berufssöldnertum fand eine immer stärkere Ausprägung. Manche Führer von Truppenteilen, wie z. B. Mansfeld, wechselten mehrfach die Partei quer durch Europa und finden sich mal in diesem, mal in jenem Heer. Die Armeen, die zunächst gut und oft regimentsweise einheitlich gekleidet und ausgestattet waren, zerlumpten im Laufe des langen Krieges zunehmend und die Tracht wurde schmuckloser und praxisorientierter für das Leben im Feld. Aufgrund des bald eintretenden Mangels an brauchbaren Soldaten setzten sich die aufgestellten Einheiten mehr und mehr aus unfreiwillig dienenden Armen und zweifelhaftem Gesindel aller Länder zusammen.

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